Über

Ich in Vietnam. Und Vietnam in mir.

In Deutschland Laura. In Vietnam auch, aber manchmal auch Mai, und immer abwechselnd "grosse Schwester", "kleine Schwester", "Kind" oder "Tante", je nachdem mit welchem Titel mich mein vietnamesisches Gegenueber anredet.
Nach meinem Abitur in Berlin 2011 habe ich als Freiwillige im Rahmen des vom BMZ gesponsorten weltwaerts-Programms in zwei Projekten in Hanoi gearbeitet: einer Blindenschule und einem Waisenheim "second home". Getrieben hat mich der Gedanke, den Menschen in meinem Projekten das Leben ein Stueckchen besser zu gestalten, meine Familie endlich kennenzulernen und zu erfahren, wie viel Vietnamesin vielleicht doch in mir steckt. Da mein Vater aus Vietnam kommt, habe ich hier einen Teil meiner Familie, die ich allerdings vor meiner Ankunft hier so gut wie nicht kannte. Ich hatte als Kind auch kein Vietnamesisch gelernt und versuche nun vieles aufzuholen.

Ich bin durch das Jahr sehr nachdenklich geworden, habe realisieren muessen, dass es nicht einfach ist, die Welt zu retten, oder Vietnamesin zu sein. Ich habe viel nachgedacht über Blindheit und Armut, Schicksal und Tod, Freude und Familie, das Leben.

Nach einem kurzen Sommer in Deutschland studiere ich jetzt in London "Umwelt und Entwicklung" an einer internationalen Uni zusammen mit vielen Vietnamesen, und denke intensiv über Vietnamesen in Europa nach, was es heißt zwischen den Welten zu leben, auch wenn ich nicht mehr oft Zeit zum Schreiben finde.

Im Sommer 2013 war ich noch ein Mal in Vietnam um wieder das erbarmungslose Lebensgefühl empfinden, das Vietnam in mir weckt.

Ich versuche gerade, für die Blindenschule in Hanoi eine Sachspendensammelaktion  von gebrauchten Blindenhilfsmaterialien auf die Beine zu stellen. Ich freue mich hierzu über Kontakt, wenn ihr mir helfen könnt.

Alter: 25
 

Ich mag diese...

Orte: Hanoi
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